Mauthausen 2026
Vom 7. bis 11. Mai reiste eine Gruppe von 30 Schüler*innen des Lycée Technique pour Professions Éducatives et Sociales begleitet von 3 Lehrpersonen und gemeinsam mit der Amicale Mauthausen Luxembourg nach Österreich, um die ehemaligen Konzentrationslager KZ Mauthausen und KZ Ebensee sowie Schloss Hartheim zu besuchen. Diese Studienreise wurde großzügig von der Oeuvre Nationale unterstützt.
Während der mehrtägigen Studienreise setzten sich die Jugendlichen intensiv mit den Verbrechen des Nationalsozialismus auseinander. Die Besichtigungen der historischen Orte ermöglichten einen direkten Einblick in das Leid der Opfer und die unmenschlichen Bedingungen, unter denen tausende Menschen während des Zweiten Weltkriegs verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Insgesamt wurden 176 Luxemburger in das KZ Mauthausen oder eines seiner Nebenlager deportiert. 62 von ihnen verloren dort ihr Leben.
Ein besonderer Höhepunkt der Reise war die Teilnahme an der großen internationalen Befreiungszeremonie am Sonntag in Mauthausen. Rund 13.000 Menschen — darunter zahlreiche Jugendgruppen — nahmen an den Gedenkfeierlichkeiten teil, um gemeinsam der Opfer zu erinnern und ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen. Zwei Schüler*innen aus Luxemburg hatten dabei die besondere Ehre, einen Auszug des sogenannten „Mauthausen-Schwur“ auf Luxemburgisch vorzutragen — ein bewegender Moment, der von vielen Anwesenden mit großem Respekt aufgenommen wurde.
Darüber hinaus kam es zu einer Begegnung mit dem luxemburgischen Botschafter Jean Graff. Gemeinsam wurde am Luxemburger Denkmal in Mauthausen ein Blumenkranz niedergelegt, um der luxemburgischen Opfer des Konzentrationslagers zu gedenken. Die Zeremonie unterstrich die Bedeutung der Erinnerungskultur und die Verantwortung der jungen Generation, die Geschichte wachzuhalten.
Für die teilnehmenden Schüler*innen war die Reise nicht nur eine historische Exkursion, sondern auch eine persönliche und emotionale Erfahrung, die viele Eindrücke und Gedanken hinterlassen hat.















